Ein paar grundsätzliche Gedanken zu „Zeit für Engel … Zeit für dich“

Eigentlich wollte ich nach „Weil du meine Seele streichelst …“ nichts mehr schreiben. Ich hatte das Gefühl, es sei alles gesagt – darüber gibt es auch einen Blogbeitrag. Ob Selbstwert, Selbstliebe, Ego und viele andere Dinge – in den bisherigen Büchern stehen schon so viele Hinweise, wie man ein glückliches Leben führen kann, dass ich mir dachte: Was soll ich dem hinzufügen? Dann ist mir aber dennoch  ein Gedanke in den Kopf geschossen: Nämlich all dieses Wissen auf eine höhere Ebene zu transportieren – auf unsere Verantwortung für die Welt – klarzumachen, dass wir die Arbeit, die wir an uns tun, nicht nur für uns ist, sondern dass diese weitreichender ist und größere Kreise zieht, als wir meinen. (Natürlich habe ich nach diesem Buch erneut  das Gefühl, dass erst recht alles gesagt sei 🙂 )

Durch die Umfrage auf Facebook – wie wichtig Euch der spirituelle Anteil in meinem Bücher ist –  ist mir allerdings klargeworden, was mir eigentlich hätte klarsein sollen – dass die Arbeit mit und an sich selbst ein stetiger Prozess ist und es hilft, Dinge aus verschiedenen Perspektiven erklärt zu bekommen. Bei dem jetzigen Buch war es mir aber wichtig, zu vermitteln, dass wir  in einer Welt der Dualität leben, die eben nicht immer Angenehmes zu bieten hat. Es gibt nun mal auch Menschen, die einfach nicht verstehen wollen, worauf es wirklich ankommt. Das heißt aber nicht, dass man sein eigenes hohes und gutes Denken aufgeben sollte. Und das Zweite ist, wie schon erwähnt, der übergeordnete Rahmen – was tun wir der Welt an, wenn wir uns plan-und willenlos unserem Kopf, unseren Gedanken und darauffolgenden Emotionen ausliefern und einfach sagen: Ich bin halt nun mal so? Oder: Die Welt ist nun mal so?

Offengestanden weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, so voll ist mein Herz mit all den Dingen, die ich Euch so gerne sagen will. Aber vielleicht beginne ich einfach mal damit , wie dieses Buch zustandegekommen ist und  – ja- warum ich ernsthaft überlegt habe, es vielleicht doch lieber nicht zu veröffentlichen.

Wie Ihr vielleicht wisst oder nicht wisst, bekomme ich viele Zuschriften von Lesern und darunter sind manchmal Schicksale, die mich bis in die Tiefen meiner Seele berühren. Gerade nach dem letzten Buch „Weil du meine Seele streichelst …“ waren es immens viele. Unwillkürlich drängt sich in manchen, wirklich schweren Fällen, der Gedanke auf: „Lieber Gott, warum lässt Du nur so etwas zu?“

Diese Gedanken hat bestimmt jeder von uns des Öfteren. Unverständnis dem eigenen Schicksal gegenüber oder dem anderer Menschen, die es  besonders hart trifft. Ja- und daraus lässt sich ganz schnell der Schluss ziehen, dass die Welt schlecht sei – dass es immer schlimmer wird … und dass wir nichts dagegen tun können. Dies alles  waren  Samen für die neue Geschichte: Die Frage, wie man mit Tragödien, mit Misantropen, mit Bösewichten umgeht.  Es wäre ja naiv, das wegzudiskutieren.

Passend dazu bekam ich ein Gespräch zwischen zwei Fünftklässlern mit, die sich darüber unterhielten, wie elend ihre Zukunftsaussichten angesichts von Umweltverschmutzung, Krieg und einem Präsidenten wie Trump seien und wie frustrierend die Welt ist. Wortwörtlich haben sie gesagt: „Die Welt ist doch echt scheiße“. Das hat mich berührt – die Kinder waren gerade mal zehn Jahre alt und hatten schlicht Zukunftsangst. Aber auch viele Erwachsene fragen: Wie kann man Vertrauen haben zu einer Welt, in der es immer mehr Verrückte zu geben scheint? Wie dem Leben vertrauen, wenn es scheinbar Pingpong mit dir spielt? Oder wenn man von Menschen umgeben ist, die einem ständig klarzumachen scheinen, dass Egoismus gewinnt?

Gleichzeitig heißt es doch immer: wir kreiern unsere eigene Welt – aber was heißt das genau? Klar, Gutes tun. Sich der eigenen Liebe bewusst werden. Liebe und Glück und Frieden in sich selbst finden … aber was, wenn nicht alle so denken? Was, wenn einem ein Schicksalsschlag ereilt oder man in Schwierigkeiten steckt – dann ist es doch so besonders schwer, die Liebe in sich selbst zu finden … Gerade dann verkümmert diese These zu einer lächerlichen und einer, die einfach nur nervt.

All diese Fragen kreisten in meinem Kopf umher, bzw. die Möglichkeit, wie man die Lösung einigermaßen schlüssig erklären und rüberbringen kann. Dabei war mir bewusst, dass der sprituelle Anteil in dem „Engel-Buch“ ein sehr hoher sein würde – und ich war mir nicht sicher, ob das  überhaupt noch in eine fesselnde Geschichte zu packen ist.

Ich wollte aber aufgrund der Aussagen dieser Fünftklässler noch ein bisschen tiefer schürfen und  habe eine Umfrage gestartet mit der Frage: „Was würdest du tun, um die Welt besser zu machen?“

Diese Umfrage habe ich in drei verschiedenen Altersgruppen durchgeführt – den heute 50 Jährigen und älter, jungen Studenten zwischen 20 und 25 Jahren – und in acht fünften Klassen eines Gymnasiums (dem Direktor und den betreuenden Lehrern an dieser Stelle ein großes Dankeschön für die Mühe!). Ich bekam Hunderte von Antworten – allein knapp 300 von den Zehnjährigen. Und einige wenige  Antworten haben mich verblüfft – tatsächlich kamen die  besten von den Zehnjährigen – und von Studenten.

Schnell war klar: Jeder will eine bessere Welt, kaum einer glaubt, wirklich etwas ausrichten zu können – was mich wieder zu obigen Fragen zurückbringt: Wieviel Macht haben wir wirklich? Wie wichtig ist es, sich um seine eigenen „Probleme“ zu kümmern? Sich damit zu beschäftigen, wer wir wirklich sind? Das anzuwenden, was in so vielen, vielen alten Schriften steht und auch von so vielen alten, aber auch modernen Mystikern in gleichen Worten wiedergegeben wird? So viele haben Bücher geschrieben – das Wissen ist da. Wir müssen es nur anwenden – und wie, das wird in „Zeit für Engel … Zeit für dich“ beantwortet.

With love

Eure Subina

 

Rezensionen – einflussreicher, als man meint und warum auch die 259. wichtig ist

Heute möchte ich mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, was Rezensionen angeht – und warum wir Autoren so hinter ihnen her sind. Natürlich besteht der wichtigste Faktor darin, ein Feedback zu erhalten. Wenn es gut ist, freuen wir uns , wenn es nicht so gut ist, versuchen wir aus der (konstruktiven) Kritik zu lernen.

Wie Ihr sicher alle wisst, sind  Autoren auch abhängig davon, wie Amazon uns bzw. unsere Bücher darstellt. Werbung bei einer so großen Plattform wie Amazon kann keiner bezahlen – Autoren sind also darauf angewiesen, dass Amazon unser Buch für wertvoll (bzw. profitträchtig) genug erachtet, um auch von ihnen beworben zu werden. Diese Algorhythmen werden nicht nur von der Anzahl der Rezensionen beeinflusst, sondern auch von der Schnelligkehit. Ist ein Buch eine Woche auf dem Markt und bekommt keine Bewertungen, trudelt es unweigerlich in den Abgrund – d.h. Kunden sehen das Buch nicht, wissen also gar nicht, dass es das gibt und können es nicht kaufen. Bewertungen führen auch dazu, dass Amazon uns Autoren in bestimmte Werbe-Programme aufnimmt, wo ein Buch mal eine Woche lang besonders beworben wird – natürlich immer noch zusammen mit vielen anderen – aber immerhin. Wir Autoren müssen dafür in Kauf nehmen, nur einen Bruchteil des Kaufpreises zu bekommen. Machen wir aber gerne, normale Werbung hätten wir ja auch bezahlen müssen. Also – ihr seht: Mit euren Rezensionen unterstützt Ihr Eure Lieblingsautoren mehr, als ihr meint.

Und noch ein Mythos: Manche denken: Ach, das Buch hat doch schon so viele Rezis! Ist ja alles schon gesagt, da ist meine Meinung überflüssig! Nein – das ist ganz und gar nicht so. Wir freuen uns über jede Meinung! Außerdem steigt mit dem Erfolg des Buches auch die Wahrscheinlichkeit der negativen Rezensionen. Amazon löscht oft 5-Sterne-Bewertungen – keiner weiß, warum – aber lässt  immer die Ein-Sterne stehen, auch, wenn als Überschrift „Roboter“ angegeben wird und ein Allerweltstext druntersteht. Je länger ein Buch am Markt ist, je erfolgreicher es vor allem ist, desto mehr mischen sich die sogenannten Trolle drunter, Leute, die einfach anderen schaden wollen. Eine echte negative Kritik lässt sich leichter wegstecken als so etwas. Denn um eine Einstern-Rezension auszugleichen braucht man mindestens zehn positive, um  sich z.B. von 4.5 wieder auf 4.6 aufzurappeln. Ach – denkt ihr, das Zehntel ist doch nicht so wichtig! Weit gefehlt – auch hier gibt es Algorhtythmen, die Zehntel- ja hundertselgenau ausrechnen, ob ein Buch nun vorzeigefähig ist oder nicht.

Also, meine Lieben – Eure Meinung ist so wichtig!  Ihr als Leser könnt tatsächlich über den Erfolg eines Buches erheblich mitentscheiden. Wir legen Euch unser Herzblut für 99ct zu Füßen :), und es wäre so toll, wenn ihr uns dafür ein paar Zeilen gönnt  … :)Schreibt Euren Autoren Bewertungen. Neben einer Weiterempfehlung ist das die beste , ehrlichste und effektivste Unterstützung, die Ihr geben könnt.

Alles Liebe, Eure Subina

Buchgrößen, Seitenzahlen, Wortanzahl und Preisgestaltung

Die durchschnittliche Romangröße hat folgende Maße:  ein relativ kleines Taschenbuchformat (203 mal 127 mm), das entspricht etwa  250 Seiten und circa 70000 Wörtern. Nun sind meine Bücher überdimensioniert. Mein kleinster Roman hat 120 000  und der jetzige  liegt bei knapp 180 000 Wörtern. Ihr bekommt also viel Buch für wenig Geld – zumindest die Kindle-Leser! Beim physichen Buch läuft die Kalkulation naturgemäß anders.

Etliche haben mich gefragt, warum meine Bücher verschiedene Formate haben. Das hängt eben von dieser Wort-Anzahl, bzw. der Seitenanzahl ab. Ich bin immer daran interessiert, das Buch auch als Print für die Leser bezahlbar zu machen und daher wähle ich in so einem Fall ein größeres Format, um  möglichst viele Buchstaben auf eine Seite zu bringen, damit die Druckkosten nicht zu hoch und das Buch für euch nicht zu teuer wird. Und daraus entsteht natürlich auch die Preisgestaltung. 🙂

Aber gemessen daran, dass ein durchschnittlicher Roman 70000 Wörter hat, kann ich eigentlich mit Fug und Recht behaupten, dass Ihr mit einem Roman von mir für den Preis eines E-Books von 2.99 bis 3.99  zwei Bücher bekommt. Das schreibt sich halt auch nicht so schnell … nur für den Fall, dass jemand drei Wochen nach der letzten Veröffentlichung fragt, wann mein nächstes Buch kommt … : )

Die Seele … ein paar Antworten auf Eure Zuschriften

Eure Mails und FB-Nachrichten finde ich super – ich freue mich über jede Einzelne! Ich habe allerdings den Eindruck, dass manche ganz erschrocken sind, wenn ich zurückschreibe, aber ich fühle ich mich einfach dazu aufgerufen. 🙂

Ich liebe Eure Offenheit, wenn Ihr mir von Eurem Leben erzählt, von Eurem Mut, es anzugehen, von Euren Problemen und der Hartnäckigkeit, wie Ihr Euch ihm stellt. Es ist aber auch wunderschön zu lesen, dass Euch der Inhalt der „Seele“ bewegt hat und ich bin immer zutiefst gerührt, wenn Menschen mir sagen, dass sie geweint haben. Es ist ein gutes Zeichen. Wie in einem meiner Bücher, ich glaube, es war die Herzbauchgefühl-Reihe, bemerkt wurde: Mit den Tränen wäscht sich etwas Altes aus – und man macht Platz für etwas Neues.

Immer wieder tauchen dann aber Meinungen auf, dass es doch ein so schönes Leben, wie Lena es hat, nämlich einen Max zu haben, der  so liebenswert ist … und einen Matt , der auf sie wartet, gar nicht gebe. Nur ein bisschen Zuckerwatte für die Leser? Nein, das soll es nicht sein. Klar, jeder hat sein eigenes Schicksal, seine eigene Vergangenheit, die er bearbeiten muss. Aber grundsätzlich glaube ich wirklich an Happy Ends und ein glückliches Leben – ich weiß, dass das möglich ist, aber: es kostet Arbeit . Und glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede. So oft habe ich schon – in Büchern als Widmung oder in Interviews – erwähnt, dass ich den besten Mann der Welt habe (neben Eurem natürlich).  Er ist jemand, der wie Matt ständig an sich arbeitet – das tun wir beide, seit Jahrzehnten schon –  und jeder Tag mit meinem Mann wird schöner als der vorangegangene. Damit will ich ausdrücken : Es geht. Man kann an seinem Glück arbeiten. Und nein, damit meine ich nicht, dass man immer und ewig mit jemandem zusammen sein soll, mit dem es eben  nicht passt. Ich bin selbst ein Scheidungskind und ich war unglaublich dankbar , dass meine Mutter sich endlich zur Trennung durchgerungen hatte. Aber wenn beide an sich arbeiten, dann kann das was werden. Entweder trennt man sich dann auf anständigem Wege – oder man erfährt mit der Zeit in der Partnerschaft eine Liebe und Vertrautheit, die jenseits von dem liegt, was man sich sonst so darunter vorstellt.

Noch einmal – nein, es ist keine Zuckerwatte, wenn ich von Happy Ends rede. Sie können durchaus  Realität werden. Seid sie Euch wert!

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Abschied? Pause? … Es ist alles gesagt

Zunächst möchte ich mich für das übermächtige Echo von Euch bei Facebook bedanken, für Eure Beteiligung bei der Auswahl des Titels, für Eure so lebhafte Unterstützung beim Veröffentlichen des Buches, indem ihr meine Beiträge geteil, das Buch gekauft , bewertet, mir Feedback gegeben habt. Ich danke Euch für jeden einzelnen Kommentar! Es ist mir eine so große Freude mit Euch zu kommunzieren! Und ich hoffe auch, dass wir das weiterhin tun können. Aber einigen habe ich es ja schon angekündigt: Was das Schreiben angeht, wird „Weil du meine Seele streichelst …“ vorerst mein letztes Werk sein, einfach, weil ich glaube, dass ich alles, was man wissen muss, in meinen Büchern untergebracht habe und ich mich mit einem weiteren nur wiederholen würde.

In Tropfen in Ozean ging es um Grundsätzliches, um Werte, um Dankbarkeit, um die Auflösung von Mustern (was ja in allen Büchern der Fall ist), um das „Sichselbstlieben“ und um die Bewältigung von Mangel-wie Minderwertigkeitsgefühlen.

In Life Chat habe ich mich mit dem Thema „Leidverarbeitung“ beschäftigt. Wie geht man mit Schicksalsschlägen um? Woher bekommt man Trost? Wie wichtig ist Disziplin und was bedeutet das überhaupt?

Es folgte kurz danach Herzbauchgefühl und Herzschlagfinale – ich gebe zu – meine persönlichen Lieblingsbücher. Hier geht es explizit um das Ego. Wie es uns fertigmacht, uns geißelt … wie sehr wir Sklaven unseres Kopfes sind, der sich gar nicht mehr steuern lässt, weil wir diesem mehr vertrauen ist als unserem liebevollen Selbst.

Dann kam „Hey Babe! Irgendwann gehörst du mir“. Darum geht es um den Tod – das Thema wurde ja schon auch in „Life Chat“ aufgeworfen, hier wurde es allerdings nochmal genauer aufgearbeitet: Wie wir uns auf den Tod vorbereiten können, wie wichtig das ist und vor allem: Dass der Tod nichts Schreckliches sein muss. Außerdem geht es in dem Buch darum, wie entscheidend es ist, ein guter Mensch zu sein.

Als Intermezzo dazwischen folgte: Absturz nach oben, Band 2 und 3, für alle, die auf die Fortsetzung gewartet haben und das die Themen „Erfolg und Karriere“ beleuchtet.

Und nun schließlich: Weil du meine Seele streichelst … – ein Buch über Beziehungen, Emanzipation, Männer und Frauen und – wie stets – das eigene Wertempfinden.

Die Botschaft ist eigentlich in jedem Buch diesselbe, zumindest die Essenz – nur in unterschiedliche Geschichten verpackt, weil das Leben eben so vielfältig ist und die Variationsmöglichkeiten unendlich sind.

Als passender Abschluss nun kommt im Herbst noch „Herzgoldstaub“ – die Zusammenfassung aller Sprüche, Zitate und Geschichten aus meinen bisherigen Büchern. Das Buch ist fast fertig – ich füge nur noch die neuen Teile aus „Weil du meine Seele streichelst …“ ein.

Wenn man von Life Chat aus rechnet, das ich im September 2015 herausgebracht habe, sind das nun acht Bücher in weniger als zwei Jahren. Vielleicht brauche ich einfach nur eine Pause, vielleicht ist das ein Schlussstrich – who knows? Vielleicht habt Ihr ja unbedingt noch ein Thema, das ihr bearbeitet haben wollt … dann könnt ihr mir das gerne schreiben!  Ihr könnt mir gerne schreiben an: info@subina-giuletti.de.

Die Mails landen vertraulich bei mir und werden von keinem anderen gelesen.

Alles Liebe, nochmals großen Dank, dafür, dass Ihr da seid und mich so sehr unterstützt habt!

Eure Subina

 

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Interview mit amorem namque Librorum (Buchblog)

  1. Was machst Du in Deiner Freizeit, wenn Du nicht gerade am Schreiben bist?

Reisen, Lesen, Lesen, Lesen – und Sport! Musik hören, mit meinem Mann abhängen, ja, und falls ich es nicht schon erwähnt habe: Lesen!

 

  1. Hast Du verborgene Talente?

Oje, das hört sich ein wenig nach Eigenlob an! Aber ich glaube, ich kann gut zuhören, wenn jemand Hilfe braucht und gute Vorträge halten, wenn es darauf ankommt 🙂

  1. Was ist Deine Lieblingssüßigkeit?

Pflaumenkuchen mit Streuseln!

  1. Was ist Dein größter Wunsch?

Es gibt so viel, für das ich dankbar sein kann und das wird mir jeden Tag neu bewusst. Ich weiß, das hört sich jetzt seltsam an, aber ich habe tatsächlich seit längerem keinen größten Wunsch.

  1. Wie sieht Dein Alltag aus?

Das hängt ganz davon ab, ob ich gerade in einem Projekt stecke oder nicht. Schreibe ich ein Buch, fängt mein Tag um fünf Uhr morgens an und ich sitze in der Regel acht bis zehn Stunden am Rechner. Dazwischen müssen natürlich die üblichen Dinge erledigt werden, wie Haushalt und sonstiges. Habe ich mal freie Zeit, dann reise und lese ich viel und tue viele Dinge, die mir neuen Input geben.

  1. Wenn Du 6 Monate in die Antarktis müsstest, was würdest du mitnehmen?

Meine Meditationsmatte, Kopfhörer, Musik, so viele Bücher, wie es nur geht, viele Stifte und viel Papier – und wenn das ginge – den Laptop.

  1. Wer zählt zu Deinen Lieblingsautoren?

Hesse, Tom Wolfe, Deepak Chopra, ansonsten die klassische, indische Literatur.

  1. Hörst Du beim Schreiben Musik? Wenn ja, welche?

In der Inspirations-und Findungsphase, ja, da ist dann von Klassik über Liedermacher bis Pop/Rock alles dabei. Danach eher nicht mehr, weil mich sonst die Musik zu sehr wegschwemmt.

  1. Welcher Film hat Dich am meisten berührt und warum? Oder war es eher ein Buch?

Ein Buch: Fräulein Hallo und der Bauernkaiser von Liao Yiwu

  1. Muss es immer ein Happy End im Buch geben oder nicht? Warum?

Ja, ich stehe auf Happy Ends, weil sie Leuchttürme sind in unserer Welt, weil sie uns Vertrauen geben und uns den Glauben an das Gute nicht verlieren lassen. Ich glaube, Happy Ends sind wichtiger, als man ahnt.

  1. Wie wichtig ist für dich der Schreibstil eines Autors und was kann man deiner Meinung durch ihn an dem Menschen erkennen?

Der Schreibstil ist Geschmackssache und insofern wichtig, dass er einem schmecken muss, was mich aber nicht abhält, auch mal ein Buch zur Hand zu nehmen, das neue, ungewohnte Nuancen bereithält. Aber ich finde, man kann durch den Schreibstil durchaus die Bildung, die Gesinnung und Grundeinstellung eines Autors erkennen.

Welcher Charakter hat dich bisher am meisten zur Weißglut getrieben und weswegen?

Zur Weißglut getrieben hat mich eigentlich noch keiner, weil ich meine Charaktere alle mag. Ich kann sie alle verstehen, klar, ich habe sie ja erfunden  –  und da jeder Mensch Beweggründe für sein Handeln hat, bin ich nicht der Typ, der verurteilt. Ich mag daher auch kein Schwarz-Weiß-Denken.

  1. Welcher Charakter ist dir während des Schreibens besonders unter die Haut gegangen und wieso?

Da müsste ich fast aus dem Nähkästchen plaudern, denn das ist Max, der in meinem neuen Buch eine Rolle spielt. Der hat mir regelmäßig die Tränen in die Augen getrieben – warum, kann ich hier beim besten Willen nicht verraten!

  1. Hast du irgendwelche Rituale vor, während oder nach dem Schreiben einer Geschichte?

Ja, ich meditiere immer, bevor ich schreibe, zünde ein Kerzchen an und gehe in mich, bevor ich loslege. Das ist wohl meinem halbindischen Charakter geschuldet.

  1. Schreibst du deine Bücher von Anfang bis Ende oder springst du durch das Buch sozusagen durch und schreibst da, wo du gerade die passende Idee hast und fügst dann alles zusammen?

Bücherschreiben ist wie Kinderkriegen. Du denkst, du weißt, wie es läuft – und jedes Mal ist es dann doch wieder anders. Manchmal hatte ich zuerst den Titel und bekam danach die Idee für den Plot. Bei manchen habe ich Abschnitte geschrieben, so wie du es oben beschrieben hast, und sie dann zu einer Geschichte zusammengefügt. Bei Life Chat war es so, dass der Plot wie ein Wasserfall auf mich eingestürmt ist und ich zehn Tage lang ununterbrochen geschrieben habe – bis das Buch fertig war.

  1. Was hat dich dazu bewegt „Weil du meine Seele streichelst…“ zu schreiben?

Danke, dass du das fragst! Ausschlaggebend waren E-Mails von meinen Lesern. Manche öffnen sich sehr in diesen Mails und stellen Fragen. in der letzten Zeit ist dabei immer wieder das Thema Ehe, Sex und Geld aufgetaucht. Frauen, die Frauen sein wollen, aber sich in dieser Rolle nicht gleichberechtigt fühlen. Ich habe fünf Fragen zusammengestellt und diese an meine Bekannten und Freude verschickt – und zusätzlich einen anonymen Chat eingerichtet (der inzwischen von mir wieder gelöscht wurde) – , in dem Leute ihre Meinung bezüglich Ehe, Geld, Emanzipation und Sex mitteilen konnten, sprich ihre eigenen Erfahrungen. Es war unglaublich aufschlussreich und hat sich letztendlich auf ein paar Aussagen verdichtet, die ich in „Weil du meine Seele streichelst …“ aufgegriffen habe.

  1. Dein persönliches Herzbuch und wieso bedeutet Dir es so viel?

Herzbauchgefühl und Herzschlagfinale. Ich mag einfach jeden Charakter darin und diese Bücher zu schreiben war wie das Dahingleiten auf einem Fluss. Außerdem bin ich Halbinderin wie Greta und habe die Reise nach Schottland und Indien selbst unternommen – wenn auch nicht unter solchen Vorzeichen wie die Protagonistin.

  1. Was wird uns noch erwarten bzw., welche Projekte hast Du noch geplant?

Zwischen „Absturz nach oben“ und dem jetzigen Buch habe ich noch „Herzgoldstaub“ fertiggestellt – eine Sammlung aller Weisheiten, Zitate und Sprüche aus meinen bisherigen Büchern. Dieser Band ist auf Anregung meiner Leser entstanden, weil sie oft nicht mehr wissen, wo welcher Satz steht, den sie gerne noch einmal hätten nachlesen wollen. Ich habe diese Zitate zusammengefasst und nach Themen gegliedert. Das Buch ist so gut wie fertig – „Herzgoldstaub“ erscheint dann im Herbst.

„Weil du meine Seele streichelst …“ wird  erst mal mein Abschiedsbuch sein. Zum einen brauche ich Abstand, zum anderen möchte ich mich auch neu erfinden. Mittlerweile bin ich zwar bekannt für den Spagat zwischen Belletristik und Spiritualität, aber nicht sicher, ob ich das so weiter beibehalten möchte. Was mich schon immer gereizt hat, ist ein Epos – ein Fantasyroman. Aber dafür brauche ich eine längere PAUSE.  🙂

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Weil du meine Seele streichelst …

Wenn nicht noch ein wirklich schlagendes Argument dagegen spricht, kommt das Buch spätestens Mitte Juli heraus.  Ich werde euch natürlich über Facebook und andere Kanäle informieren und hoffe, wie immer, dass es euch gefällt, nein, ich hoffe, dass das Buch euch etwas gibt. Das, was es mir gegeben hat. Wenn ich auch die Themen „hübsch“ verpackt habe, bin ich immer wieder erstaunt, wie oft mir die Einstellungen meiner Protagonisten im Alltag begegnen. Gerade in der letzten Zeit fällt mir auf, wie fest Menschen in ihren Mustern gefangen sind – die sie früher oder später einholen. Menschen, die sagen: „Ich bin halt so“.

Auch, wenn die Themen Sex und Geld im neuen Buch instrumentalisiert werden, so bin ich mir persönlich sehr darüber bewusst, dass Themen immer nur Symptome sind. Eigentlich ist es schon fast egal, welches Thema man selbst wälzt  Jede Probematik führt auf sich selbst zurück. Und das ist das, was viele nicht sehen wollen. Statt mit dem Finger auf sich zu zeigen, zeigen sie auf andere. Statt Verantwortung zu übernehmen, schieben sie Schuld zu. Ich weiß genau, dass man mir gehörigen Idealismus vorwerfen wird ( mit dem neuen Buch ohnehin), aber, auch, wenn sich das jetzt furchtbar arrogant anhört, ich habe es anders kennengelernt. Ich weiß sicher, dass es anders geht. Und das heißt nicht, dass ich nicht weiß, wovon ich schreibe. Das heißt nur, dass ich euch genau das sagen will: Wir müssen nicht in Stimmungen, Problemen, Sehnsüchten, Wünschen und sonstigem ertrinken – nein, es geht auch anders.

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Zeitdruck, Titel, Cover und Verzweiflung … und ein wenig Abschiedsgefühle

Alles an diesem Buch treibt mich ein wenig zur Verzweiflung! Aber am meisten natürlich der Text! 🙂

Nur schon mal zur Vorinfo – dieses Buch kommt ohne großartige Dramatik aus. Ganz bewusst habe ich diesmal eine alltägliche Situation dargestellt und hoffe, es ist euch genug. Ich hoffe, ihr braucht keine großen Tragödien, um euch unterhalten zu fühlen und  hoffe auch, ihr verzeiht mir den etwas leicheren Stil.

Allerdings muss ich dazu sagen,  dass es für meine Begriffe kein leichtes Buch ist, da es sich einem Thema widmet, das uns alle angeht und fordert: Beziehungen. Bislang waren meine Protagonisten ungebunden und konnten sich verlieben. Diesmal ist das nicht der Fall. Und das, was die Protagoinistin so tut, wird sicher auch ein wenig polarisieren. Der wahre Held  aber ist ein anderer … ich weiß, ich rede in Rätseln, will euch ja nur ein wenig vorwarnen, dass dieses Werk ein wenig anders sein wird, auch, wenn  wie immer ein spritueller Anteil enthalten ist.  Es ist einigermaßen offenherzig und spricht ein paar Tabus an, über die in Beziehungen nicht so gerne geredet wird.

Gleichzeitig wird das mein Abschiedsbuch sein – vorerst.

 

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