Try hard to love me

Try hard to love me

Buchcover_Try_hard_to_love_me_neu Michael Jackson – ein Mythos, eine Legende, ein Rätsel – nach wie vor hält uns seine Person und seine Musik im Bann. Warum? Wer war er? Genau das möchte die Protagonistin Chirelle herausfinden. Sie trifft zufällig auf Jackson, weiß so gut wie nichts über ihn, außer dem, was die Regenbogenpresse über ihn schreibt. Zwischen ihnen entspannen sich Gespräche, in deren Folge Michael sein Leben aus seiner Sicht erzählt. So ist dieses Buch einerseits Fiktion – was die erfundene Protagonistin angeht, andererseits tiefe Wahrheit, denn die Fakten, die über Michael Jackson berichtet werden, sind recherchiert und stammen von Quellen, die ihn persönlich gut gekannt haben. Dies ist die emotionale Biografie von Michael Jackson, sein Leben, packend, spannend, bewegend - erzählt als Roman, erzählt auf eine Weise, die es uns erlaubt, Michael auf eine mitfühlende und verständnisvolle Weise ganz nah zu sein und die sein Leben, seine Katastrophen, sein Leiden und sein Lieben hinterleuchtet. Laufen Sie eine Zeitlang in Michael Jacksons Schuhen, erleben Sie seine Gefühle und Ängste, seine intime Welt. Michael Jackson – eine einzigartige Karriere, ein einzigartiges Schicksal.
Buchcover_Try_hard_to_love_me_neu Leseprobe 1
Sein Herz raste. Es zog sich spürbar zusammen. Es tat weh. Er hatte Angst. Alles hatte sich anders entwickelt, als geplant. Er hatte kein Funktelefon. Keine Verbindung. Er war allein. Seine Tür war zu. Und er wusste nicht, was dahinter vor sich ging. Wer sie öffnen würde. Was sie sagen würden. Was sie tun würden. Was ihn erwartete. Schweigende Unruhe war zu spüren. Ungute Spannung. Das einzige Geräusch, das er wahrnahm, war sein Herz, das bis an den Rand des Gaumens klopfte, so hart, dass es schmerzte. Unwillkürlich schluckte er, als könne er damit diese schreckliche Panik nach unten verbannen, sein Herz beruhigen. Bis zum Schluss hatte er gedacht, gehofft, er würde aus der Sache rauskommen. Irgendwie. Es würde alles gut werden. Es gab Pläne. Seinen, den der anderen...und es gab Gott. An den er immer geglaubt hatte...der letztlich immer da gewesen war. Wo war er nun? Näher, als vermutet? Anders nah als sonst? Wo, verdammt noch mal, war Jake? Wie immer, wenn seine Gedanken rotierten, zwang er sich, an sein Mantra zu denken. Er rezitierte es, wieder und wieder, um den Gedankenstrom in seinem Kopf auf einen einzigen Satz zu reduzieren, um zur Ruhe zu kommen. Ruhig, ruhig. Er musste ruhig bleiben. Luft flatterte abgehackt durch seine Kehle, als er versuchte er die Beklemmung durch einen tiefen Atemzug zu lösen. Doch mit Lichtgeschwindigkeit schob sich erneut Panik in sein Bewusstsein und sein Herz sackte wie ein abstürzender Fahrstuhl nach unten. Er fühlte sich blutleer, hirntot, eine undefinierbare Masse in seinem Hirn, unfähig, zu reagieren. Zitternd lag er auf dem Bett. Wie oft hatte er sich diesen Moment vorgestellt. An alles hatte er gedacht, nur nicht daran, dass die Angst letztendlich so mächtig, so unkontrollierbar sein würde. Zeitweise hatte er sogar beim Nachdenken über diesen Moment angesichts seiner Situation und seiner kärglichen Aussichten etwas wie Erleichterung verspürt. Endlich würde dieses Elend vorbei sein! Er wäre erlöst. Gott, erlöst! Endlich Frieden, keine Angst, kein Herzweh - Emotionen, so oft gespürt, so oft von ihnen gequält...oh, mein Gott, es wäre endlich einfach still. Unwiderruflich still. Und dann...in diese Stille einsinken zu können...für immer... für immer geschützt, für immer geliebt...für immer frei. Es gab Momente in seinem Leben, in denen die Sehnsucht nach diesem Zustand alles überwältigte. Und nun...nun war es soweit. Doch das, was so unmittelbar davor in ihm hochkam, war pures Grauen. Ein Aufwall an Entsetzen, die lähmende Gewissheit, dass in wenigen Minuten alles zu Ende sein würde. Heiß überfiel ihn der Gedanke an seine Kinder. Wie würde es ihnen ergehen? Sein Herz brach, wenn er an sie dachte. Nein, er konnte sie nicht schützen. Nicht mehr. Hatte er es jemals gekonnt? Die schrecklichste Erkenntnis, die er in den letzten Monaten gewonnen hatte, war, dass die größte Gefahr für seine Kinder er selbst war. Dass es für sie besser war, wenn er ging. Er konnte ihnen die Dinge nicht erklären. Aber er wusste um ihre Feinsinnigkeit. Es machte keinen Sinn, sich zu verstellen – sie wussten immer, wie es in ihm aussah. Und sie wussten, er litt, es ging ihm schlecht und immer schlechter. Sie wussten, er war unglücklich. In den Augen seiner Tochter hatte er ein selbstloses Einverständnis gesehen. Das Einverständnis, zu gehen, wenn er es wollte. Sie liebte ihn so sehr, dass sie bereit war, auf ihn zu verzichten, wenn es ihm damit besser gehen sollte. Sein Herz zog sich erneut zusammen, aus Liebe, aus Schmerz, aus dieser ewigen, nicht endenwollenden Pein, die ihn schon so lange verfolgte, die an ihm klebte, wie festgebranntes Pech. Angst – da war sie - wie immer. Der schwarze Drachenhund, der Wächter am Eingang des Tores zur erlösenden Seligkeit. Und doch: In der kalten Asche dieser Angst glühte ein winziger Funken, ein Tröpfchen Hoffnung, ein Glühwürmchen an Wahnwitz, das ihn davon abhielt, sich dem Schicksal vollends hinzugeben. Geräusche an der Tür. Sein Kopf fuhr hoch. Seine Augen fokussierten wie in Zeitlupe von nah auf fern. Sein Blick fiel auf die Uhr am Nachttisch. Fünf Uhr morgens. 25.06. 2009. Wie durch Watte nahm er wahr, wie die Klinke herunter gedrückt wurde, leise, fast behutsam. Mit Tränen in den Augen starrte er auf den nach unten gesenkten Türgriff. Wer immer da draußen stand, zögerte, herein zu kommen. Er hörte den anderen atmen, zaudern, fühlte das Metall des Griffes, die schweißfeuchte Hand, als wäre es seine. Dann: Ein tiefer Atemzug. Die Entscheidung war gefallen. Und wie auf Knopfdruck stellte sich in ihm majestätische Ruhe ein. Es war nun für alles zu spät. Alles, was war, war hiermit vorbei. Kurz schloss er die Augen. Und die Tür schob sich langsam auf.

Leseprobe 2
Ich mag Menschen. Oft sitze ich irgendwo in der Sonne und beobachte sie einfach. Sehe ihre Gesichtszüge, die Augen, dem Ausdruck darin, Lippen, Nase, Hautfarbe... diese unerschöpflich komplexe Symphonie individueller Gestaltungsmöglichkeiten. Und dann frage ich mich, warum Menschen so aussehen, wie sie aussehen. Warum sie sich genauso kleiden, wie sie es tun, warum sie sich so und nicht anders wohlfühlen. Ich betrachte mir, was sie bei sich tragen, wie sie es tragen, wie sie ihre Füße setzen, wie sie reden, schweigen, laufen, wie die Arme schwingen, und ob das alles miteinander harmoniert. Und frage mich, was sie zu all diesen Bewegungsmustern gebracht haben mag. Was die Leute so denken. Wie diese Gedanken exakt diese Verhaltensmuster hervorgerufen haben. Woher ihre Denkweise kommt. Und dann würde am liebsten mit ihnen gehen, so als Fliege auf der Schulter, möchte wissen, wie sie wohnen, welche Gewohnheiten sie haben und warum. Möchte wissen, wie sie als Babys und Kinder waren, was sie erlebt haben, ob es Schlüsselerlebnisse gab und welche Meinung sie über die unterschiedlichsten Dinge des Lebens haben. Und ob sie jemals einen anderen Plan für dieses hatten. Vor allem aber möchte ich wissen, ob sie glücklich sind. Und wenn ja, was sie darunter verstehen. Und was sie glauben, was sie zu ihrem Glück führt. All das interessiert mich. Ich finde Menschen faszinierend. Jeder ist eine unendliche Geschichte. Und es gibt Milliarden von Geschichten. Es heißt, wir kommen alle aus derselben Energie, sind alle aus dem gleichen Stoff gemacht...umso mehr begeistert mich die Ausdrucksvielfalt des Ursprungs. Egal, wo ich bin – ich glotze. So unauffällig ich es auch tue – es ist erstaunlich, wie schnell Menschen sich beobachtet fühlen. Und wie genau sie wissen, woher die Blicke kommen. Auch, wenn sie nicht gleich den Beobachtenden ausmachen können – sie erahnen ihn und ihre Blicke gehen meist in die richtige Richtung. Trotz fortschreitender Denaturierung funktioniert dieser unser Urinstinkt noch äußerst präzise. Und manchmal ist das der Beginn einer wunderbaren, eigenen Geschichte.
Buchcover_Try_hard_to_love_me_neu Rezension 1
Mein Buchladen hatte das Buch eher als amazon. Meine erste Reaktion: Oh, nein nicht schon wieder ein Jackson-Buch von irgendeiner Möchtegern-Billijean. Aber da die Zeit zum Wiesner-Buch noch etwas hin ist und mich Michael interessiert, dachte ich: Was soll's. Große Überraschung: Ich hab mich sofort festgelesen! Muss sagen: grandioses Buch! Ungewöhnliche Aufarbeitung von Michaels Geschichte, sehr, sehr interessant vor allem die philosophischen Ansätze, auch, wenn man sich nicht für Jackson interessiert.... Hat mich schwer zum Nachdenken gebracht. Auf der website der Autorin hab ich gelesen, es sei kein Buch für Jackson-Fans, da sie die Person Michael Jackson gerade für Nicht-Jackson-Fans zugänglich machen will. Aber das stimmt nicht! Das ist ein Buch sowohl für Fans, als auch für Nichtfans! Obwohl ich die Geschichte kannte, hab ich geweint. Wunderschöne Szenen in diesem Buch, zum Einrahmen. Und umso mehr wurde mir bewusst, was wir mit Michael verloren haben... Es ist eine gefühlvolle Aufarbeitung von den Lebensstationen des King of Pop, auf jeden Fall verständnisvoller als bei Taraborelli, bei dem spürbar ist, dass er an vielen Stellen Michaels Reaktionen und Verhaltensweisen nicht nachvollziehen konnte und sie teilweise verurteilt hat, obwohl er sich wirklich bemüht hat, objektiv zu bleiben. Giuletti geht sehr gefühlvoll und mit einer völlig anderen Sichtweise auf Michael ein. Es ist genial erzählt, genial aufgearbeitet...lest es!

Rezension 2
Gibt es etwas, was über Jackson noch nicht geschrieben wurde? Eigentlich nicht. Es gibt alles über ihn ' und nicht immer Qualitatives. Von Fan -Dokus über Fanfiction, über Skandalquark und ernsthafte Biografien...es wurde alles schon produziert. Zeugt von Mut, diesem Wust ein weiteres Werk hinzuzufügen. Die Tatsache, dass es sich um eine AutorIN handelt, war eher abschreckend für mich, landen doch die Mädels alle spätestens im zweiten Kapitel mit Michael im Bett und leben ihre Wunschträume aus. Was also gäbe es noch zu erwarten? Erwartet eine wunderschön gearbeitete biografische Geschichte, deren Erzählerin eine angenehme Randposition einnimmt und Michael die Hauptrolle überlässt. Michael erzählt. Wir erfahren, wie er die Dinge empfunden hat, wie es in ihm aussah, seine Gedanken, Gefühle...als er seine Kinder bekam, Lisa-Marie,Debbie, der Prozess...und ganz besonders stark das Erleben der Kindheit. Es enthüllt, warum alles so kommen musste, welche Kettenreaktionen in Gang gesetzt wurden...es gibt den Dingen die Logik, die viele vermissen. Und die Schilderung der letzten Zeit, nach dem Prozess 2003 und vor dem Konzert...ich sage es ungern: Aber ich hab geflennt wie ein Schoßhund. Ich schätzte Jackson als Künstler. Nun schätze ich ihn als Mensch. Die Fakten sind nicht neu, aber die Gedanken und Gefühle, der Background, die Zusammenhänge...das hat bisher noch keiner auf diese Weise erzählt. Vor allem nicht so tief. Kompliment! Eines der besten Bücher über Jackson, das ich je gelesen habe.

Rezension 3
Rezension bezieht sich auf: Try hard to love me/Versuch doch, mich zu lieben (Broschiert) Entweder wird er verrissen oder er wird verherrlicht. Dieses Buch schafft nicht nur eine Erklärung für die Genialität und das Wesen Michaels, sondern liefert auch eine äußerst interessante Darstellung seiner Psyche, seiner Probleme und Herausforderungen, ohne Michael auch nur ein Stück herabzusetzen! Mir hat das super gefallen! Daneben gibt es spannende Unterhaltungen, kein Stück langatmig und eine supergefühlvolle Aufarbeitung seines Lebens. Ich habe über ihn so ziemlich alle Bücher über Michael Jackson im Schrank, die es gibt. Aber noch nie habe ich eines gelesen, dass Michaels Dilemma so gut beschreibt wie dieses. Und das vor allem das rüberbringt, was in anderen Werken meiner Ansicht nach fehlt: das Menschliche in der Verknüpfung mit dem harten Business... Es ist total berührend, spannend, auch wenn man die Fakten schon kennt. Jemanden, der sie nicht kennt, müsste das vom Hocker reißen. Die Rahmengeschichte ist genial erzählt, aber am meisten gefällt mir die Darstellung Michaels. Als Fan bin ich sehr eigen, was das angeht. Hier muss ich sagen: Klasse, das ist er!